Die Ausstellungsstationen
Weimar
„Haus Hohe Pappeln”
03.Oktober bis 31. Oktober 2009
Van de Velde ließ das Haus 1907/08 nach eigenen Entwürfen am Stadtrand von Weimar errichten. Van de Velde konzipierte das dreistöckige Haus von innen nach außen und schenkte dabei dem Lauf der Sonne besondere Beachtung. Van de Velde gestaltete sein Haus nach den Prinzipien der Zweckmäßigkeit als einen wohl durchdachten Organismus: So bildet z.B. die Wohndiele in der Beletage das Herz des Hauses. Die Familie lebte von 1908 bis 1917 in diesem Haus. Aufgrund der wachsenden Ausländerfeindlichkeit im Zuge des Ersten Weltkriegs mußte van de Velde Weimar verlassen und das Haus verkaufen. Seitdem wechselten die Eigentümer in rascher Folge. Seit 2002 wird das Gebäude durch die Kunstsammlungen, die jetzt Teil der Klassik Stiftung Weimar sind, genutzt. Die Beletage ist als musealer Bereich eingerichtet.
Haus Hohe Pappeln
Belvederer Allee 58
99425 Weimar
geöffnet: April-Oktober Di-So 13:00 bis 18:00 Uhr Mo geschlossen November bis März geschlossen
weitere Informationen unter www.klassik-stiftung.de
Gera
„Villa Schulenburg”
7.November 2009 bis 10.Januar 2010
Das denkmalgeschützte Gebäude der Villa Schulenburg gehört zu den wichtigsten als Gesamtkunstwerk erhaltenen Bauwerken von Henry van de Velde. Haus Schulenburg wurde 1913/14 für den Geraer Textilfabrikanten, Orchideenzüchter und Kunstsammler Paul Schulenburg erbaut. Der gesamte Haus- und Gartenkomplex ist vollständig rekonstruiert. Die kulturhistorisch wichtigen Innenräume haben ihre originalen Wandverkleidungen (Holz, Stoff, Stuck, Tapeten) und Farbfassungen zurückerhalten und wurden zum großen Teil mit den originalen van de Velde – Möbeln und Lampen ausgestattet. Das Hauptgebäude beherbergt ein Privatmuseum mit einer weltweit bedeutenden Sammlung von Buchgestaltungen van de Veldes, mit Entwurfszeichnungen und Veröffentlichungen sowie Werken geistesverwandter Künstler.
Haus Schulenburg
Straße des Friedens 120
07548 Gera
geöffnet: Mo-Fr 10:00 bis 16:00 Uhr Sa/So 14:00 bis 18:00 Uhr
weitere Informationen unter www.haus-schulenburg-gera.de
Kahla/Seitenroda
„Museum Leuchtenburg”
15. Januar bis 11. April 2010
Hoch über dem Saaletal liegt eine der schönsten Burgen Thüringens. Von ihr hat der Besucher einen Blick vom Harz bis zum Thüringer Wald. Doppelte Mauern, Wallgraben und Wehrtürme präsentieren sich in seltener Ursprünglichkeit. Das Museum zeigt Thüringer Porzellane und fürstliche Tafelservices von hohem künstlerischem Wert, stellt aber auch das Leben und die Kultur der Porzelliner dar. Die fast 800-jährige Geschichte der Leuchtenburg wird in der Burgkapelle erlebbar. Eine Amts- und Renaissancestube, der Marterturm sowie Ausstellungen zur Nutzung als Zuchthaus, der höfischen Jagd und dem Weinbau, geben Einblicke in das Leben der früheren Bewohner. Im Sträflingsbrunnen kann man mit einem Tretrad Wasser aus 80 m Tiefe zu Tage fördern und mit einer Kamera virtuell auf den Grund hinabtauchen. Die Burgschänke lädt zu Thüringer Spezialitäten beim historischen Rittermahl ein.
Museum Leuchtenburg
Dorfstr. 100
07768 Seitenroda
geöffnet: April-Oktober täglich 09:00 bis 18:00 Uhr November-März täglich 09:00 bis 17:00 Uhr
weitere Informationen unter www.museum-leuchtenburg.de
Jena
„Villa Rosenthal”
16. April bis 30. Mai 2010
1892 ließen sich Eduard und Clara Rosenthal vom Berliner Architektenbüro Kayser & von Großheim eine geräumige Villa in der Nachbarschaft der ehemaligen Jenaer Brauerei an der Kahlaischen Straße erbauen. Das Haus im gründerzeitlichen Stil wurde schnell zu einem kulturellen Treffpunkt in Jena. Die heute denkmalgeschützte Villa Rosenthal ist der ideale Ort für kleine und intime Veranstaltungen mit einer Kapazität von etwa 80 Gästen. Das Haus steht für Seminare, kleinere Tagungen oder anspruchsvolle Festlichkeiten im privaten Rahmen ganzjährig zur Verfügung. Die Villa Rosenthal soll dem Erbe Eduard und Clara Rosenthals gerecht werden und als Ort der Begegnung dem Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst dienen.
Villa Rosenthal
Kahlaische Straße 6
07743 Jena
Die Öffnungszeiten werden zur Ausstellung zeitnah bekannt gegeben.
weitere Informationen unter www.villa-rosenthal-jena.de
Chemnitz
„Villa Esche”
4. Juni bis 22. August 2010
Die Villa Esche wurde 1902 als Gesamtkunstwerk von Architektur, Interieur und Park konzipiertes Jugendstilensemble von Henry van de Velde errichtet und gehört zu den herausragenden Architekturleistungen in Chemnitz. Van de Veldes ãEntwurf für das LebenÒ umfasste alle Bereiche des Wohnumfeldes der Fabrikantenfamilie Esche: von Fassade und Wandbespannung über Türen, Fenster, Lampen und Teppiche bis hin zu Mobiliar, Porzellan und Silberarbeiten. Im Museum der aufwändig sanierten Villa sind einige Räume original eingerichtet, andere gewähren einen Einblick in das Gesamtschaffen van de Veldes. Die Villa Esche dient heute als Kommunikations- und Begegnungsstätte für Wirtschaft, Kunst und Kultur und bietet zudem ein einzigartiges Ambiente für Konzerte, Tagungen, Seminare, Bankette und Events.
Villa Esche
Parkstraße 58
09120 Chemnitz
geöffnet: Mi, Fr, Sa, So: 10:00 -18:00 Uhr
weitere Informationen unter www.villaesche.de